Tageskennung

Als Tageskennung oder Tagesmarke wird die äußere Erscheinung eines Leuchtturms in Bezug auf Form, Farbe und Markierung bezeichnet. Damit heben sich die Türme bei Tageshelligkeit gegenüber der Umgebung besonders gut ab und können von See aus als Tagessichtmarke eindeutig identifiziert werden. Sie geben der Seefahrt die notwendigen Orientierung und helfen bei der Navigation.

In Deutschland ist die Tageskennung der Leuchttürme vorwiegend in der Farbgebung rot-Weiß mit Ringen bzw. Streifen. Gemauerte Türme besitzen zumindest ein rotes Lichthaus im Kopf. Bei Verwechslungsgefahr kommt die schwarze Farbe zum Einsatz. Lange Zeit war ein Schachbrettmuster auf dem Turm in Schleimünde angebracht.

Bei Dunkelheit hat jeder Turm seine eigene Lichtkennung, die meist als weißes Licht von der Leuchtfeueroptik aus der Laterne im Kopf abgestrahlt wird. Zur Unterscheidung und Wiedererkennung sind Leuchtdauer und Leuchtfrequenz jeweils unterschiedlich. Gegebenenfalls werden zusätzliche Lichtfarben in rot, grün oder gelb eingesetzt. Die wesentlichen Kennungen sind in den einschlägigen Seekarten und Leuchtfeuerverzeichnissen zu finden.