Tageslichtsysteme

Tageslichtsysteme sind bauliche Konstruktionen für die Belichtung, die diffuses Tageslicht in die Tiefe eines Gebäudes lenken oder mithilfe künstlicher Lichtquellen eine tageslichtnahe Atmosphäre mit gleichmäßiger Beleuchtungsstärke schaffen.

Ein Tageslichtsystem mit Sonnenlichtlenkung besteht aus drei optischen Komponenten: Einer Empfangsvorrichtung, die das Sonnenlicht sammelt (beispielsweise mittels Fresnel-Linsen und eventuell mit Solartracker), einer Lichttransportvorrichtung (beispielsweise einer Lichtröhre oder einem Lichtkabel) sowie einem Diffusor, der das Licht in den Raum verteilt. Die physikalische Grundlage die nichtabbildende Optik.

In der Architektur wird dem natürlichen Tageslicht ein großer Stellenwert eingeräumt. Dies dokumentiert sich in architektonischen Konzepten mit erhöhter Tageslichtnutzung durch vollflächig verglaste Fassaden, glasüberdachte Atrien und Oberlichter. Getragen wird diese Entwicklung durch Erkenntnisse über das menschliche Wohlbefinden unter Tageslicht und seine gesundheitliche Wirkung als Taktgeber für den biologischen Rhythmus. Auch verschiedene Aspekte der Energieeinsparung spielen hierbei eine Rolle. Gleichzeitig ergeben sich aus der vermehrten Tageslichtnutzung erhöhte Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz eines Gebäudes (siehe auch Sonnenschutz (Architektur)) sowie an den Blendschutz für Arbeitsbereiche.

  1. Mayank Gupta, Paramsinh Zala, Sakshi Gupta, Shreekant Varshney: Solar concentration based indoor daylighting system to achieve net zero sustainable buildings. In: Energy and Buildings. Band 321, 15. Oktober 2024, S. 114662, doi:10.1016/j.enbuild.2024.114662 (englisch).
  2. M. Ravi Kumar: A review of optical fibres for daylighting. In: International Journal of Instrumentation Electrical Electronics Engineering. Band 1, Nr. 2, März 2013 (researchgate.net [PDF; abgerufen am 30. März 2025]).