Tantra

Tantra (sanskritisch तन्त्र, Neutrum, „Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang“) oder Tantrismus bezeichnet verschiedene Strömungen innerhalb der indischen Philosophie und Religion. In fast allen tantrischen Schulen und Richtungen ist die Verehrung und Huldigung der weiblichen Gottheit zentral. Die Ursprünge des Tantra beginnen im 2. Jahrhundert, in voller Ausprägung liegen ihre Lehren frühestens ab dem 7./8. Jahrhundert vor. Tantra entstand als esoterische Form des Hinduismus und später auch innerhalb der nördlichen Mahayana-Tradition des Buddhismus. Im Buddhismus wird dieser tantrische Buddhismus (Vajrayana oder Tantrayana „Fahrzeug der Tantra-Texte“) heute häufig als eigene Schule betrachtet und ist vor allem in Tibet, Bhutan und der Mongolei verbreitet.

Im Westen ist als „Tantra“ vor allem Neo-Tantra bekannt, welcher einen starken Fokus auf Sexualität besitzt, obwohl diese im Tantra überhaupt nicht im Mittelpunkt steht.