Technischer Kalkkreislauf
Der Technische Kalkkreislauf ist die technische Umwandlung von natürlichem Kalkstein in drei Schritten.
- Brennen
- Zuerst wird Calciumcarbonat (), der Hauptbestandteil des Kalksteins, stark erhitzt (gebrannt), dabei entweicht Kohlenstoffdioxid () und es entsteht Calciumoxid (), Branntkalk (wesentlicher Bestandteil von Zement).
- Löschen
- Versetzt man Branntkalk mit Wasser (), bildet sich Calciumhydroxid (), Löschkalk.
- Abbinden (Carbonatisierung)
- Löschkalk reagiert durch Wasserabgabe und Kohlenstoffdioxidaufnahme wieder zurück zu Calciumcarbonat (), also Kalkstein.
Ziel ist in der Regel die Bereitstellung von Kalk als Baustoff. Theoretisch ließe sich die exotherme Umwandlung von Branntkalk und Wasser zu Löschkalk und die endotherme Rückwandlung von Löschkalk zu Branntkalk und Wasser jedoch auch für chemische Wärmespeicher verwenden.
Im Mittelalter wurde Branntkalk (gebrannter Kalk), der noch nicht mit Wasser in Berührung gekommen ist, als ungelöschter Kalk und lebendiger Kalk bezeichnet.
- ↑ Piotr Heller: Energiewende – Kalk als Wärmespeicher. Deutschlandfunk, 25. Februar 2016, abgerufen am 9. Januar 2022.
- ↑ Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 478 (Anmerkungen zum Adjektiv vngelescht).