Tecklenburger Land
| Tecklenburger Land | ||
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| Koordinaten | 52° 17′ N, 7° 45′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Deutschland | |
| Land | Nordrhein-Westfalen | |
| Höhe | 236 m | |
| Fläche | 811 km² | |
| Einwohner | 174.473 (31. Dezember 2023) | |
| Dichte | 215,1 Ew./km² | |
Blick vom Teutoburger Wald von der Burg Tecklenburg auf das Aatal bei Ibbenbüren | ||
Das Tecklenburger Land ist eine Region im nordwestlichen Nordrhein-Westfalen und stellt einen Teilraum des Kreises Steinfurt dar. Es wird vom Teutoburger Wald durchzogen und ist vom Münsterland, dem Emsland und dem Osnabrücker Land umgeben. Der Begriff ist nicht eindeutig abgegrenzt, da er sowohl historische als auch geografische Aspekte umfasst, bezieht sich jedoch heutzutage in der Regel auf das Gebiet des ehemaligen Kreises Tecklenburg. Die Bezeichnung ist eng mit dem Grafenhaus Tecklenburg verbunden und verweist auf das historische Herrschaftsgebiet der Tecklenburger Grafen.
Die Region ist durch eine ausgeprägte Hügellandschaft gekennzeichnet, die sich deutlich vom flacheren Umland des Münsterlandes abhebt. Der Teutoburger Wald bildet mit seinen bewaldeten Höhenzügen das zentrale landschaftliche Element. Die höchsten Erhebungen überschreiten 200 Meter über dem Meeresspiegel. Zahlreiche kleinere Fließgewässer sowie ausgedehnte Waldflächen strukturieren das Gebiet zusätzlich.
Wirtschaftlich war das Tecklenburger Land über lange Zeiträume vor allem land- und forstwirtschaftlich geprägt. Eine zentrale Rolle spielte zudem der Steinkohlenbergbau, insbesondere im Raum Ibbenbüren, wo die Förderung im 16. Jahrhundert begann und bis 2018 andauerte. Mit der Industrialisierung entstanden kleinere Betriebe, vor allem in der Textil- und Maschinenbauindustrie. Heute ist die Wirtschaftsstruktur überwiegend mittelständisch. Der Tourismus hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen, unter anderem durch Wanderwege wie den Hermannsweg sowie kulturelle Veranstaltungen wie die Freilichtspiele in Tecklenburg.