Teilkreis

Als Teilkreis wird in der Instrumentenkunde und der Geodäsie eine fein unterteilte runde Scheibe aus Glas, Metall oder Filmmaterial bezeichnet, die zur genauen Winkelmessung dient. Zu diesem Zweck ist der Rand der Scheibe mit radial angeordneten, feinen Marken (Teilstrichen) oder Mustern gleichmäßig unterteilt.

Die Winkelmessung erfolgt bei genauen Instrumenten durch Zielung mit einem Messfernrohr und anschließende Ablesung der Richtung(en) am Teilkreis. Zur Ablesung dienen optische Hilfsmittel oder die fotoelektrische Abtastung der Teilstriche. Einfachere Geräte und Kompasse besitzen statt des Fernrohrs eine Visiervorrichtung.

Bei modernen Theodoliten haben die beiden Teilkreise für Horizontal- und Höhenwinkel Durchmesser von nur etwa 6–8 cm. Die Glaskreise sind genauer als 0,0002 mm geteilt und in ein feuchtigkeits- und staubdichtes Gehäuse eingebaut. Bis etwa 1930 waren Teilkreise aus Metall mit Silberteilung, 10–20 cm groß und frei sichtbar.