Telchinen

Telchinen (altgriechisch Τελχῖνες Telchínes) ist die Bezeichnung eines mythologischen vorgriechischen Urvolkes der Ägäis. In lokalhistorischen Traditionen sind sie die Ureinwohner der Inseln Rhodos, Kreta, Zypern und Keos. Auf dem griechischen Festland ist der Name in Verbindung mit einzelnen Orten, wie Teumessos (bei Theben), Delphi und Sikyon, bezeugt. Nach einer in der Antike vertretenen Etymologie leitet sich der Name der Telchinen von ϑέλγειν thélgein, deutsch bezaubern ab.

  1. Annemarie Ambühl: Telchines. In: Hubert Cancik, Helmuth Schneider (Hrsg.): Der neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Band 12: Altertum 1. Metzler, Stuttgart 2012, OCLC 932017052, Sp. 86 (Erstausgabe: 2002).
  2. Paul Friedländer: Telchinen. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 5, Leipzig 1924, Sp. 241f. (Digitalisat).