Thermometersiedlung
Die Thermometersiedlung (umgangssprachlich: Thermosiedlung oder Thermo) ist eine Plattenbau-Großsiedlung im Berliner Ortsteil Lichterfelde des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Sie wurde von 1968 bis 1974 als typisches Beispiel für die Stadtrandbebauung im West-Berlin der 1970er Jahre errichtet. In den rund 60 Gebäuden, darunter mehrere Hochhäuser mit bis zu 22 Geschossen, lebten 2018 4644 Menschen. Der Ausländeranteil lag im gleichen Jahr sechs Prozentpunkte über dem Berliner Durchschnitt (25,1 gegenüber 19,1 %); der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund war knapp elf Prozentpunkte höher (24,4 gegenüber 13,5 %).
Die Bevölkerungsstruktur und die soziale Lage der Bewohner unterscheiden sich von den übrigen Wohnlagen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf; das Viertel weist im Vergleich sozial schwächere Strukturen und deutlich geringere Einkommen auf. Das Monitoring Soziale Stadtentwicklung des Jahres 2017 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen weist die Thermometersiedlung als „Gebiet mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ aus.
- ↑ Bauforschungsprojekte – Bauforschung – Fraunhofer IRB. In: irb.fraunhofer.de. Abgerufen am 1. August 2019.
- ↑ Ingrid Hentschel – Prof. Axel Oestreich Architekten BDA: Wohnumfeldverbesserung Thermometersiedlung. In: hentschel-oestreich.de. Abgerufen am 1. August 2019.
- ↑ Die Thermometersiedlung LOR-Seite. Abgerufen am 30. Mai 2020.
- ↑ Sehr niedriger Sozialstatus: Thermometersiedlung drückt gute Werte des Bezirks. Abgerufen am 30. Mai 2020.
- ↑ Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2017. Berlin 2017, S. 13.