Tiergefäß
Tiergefäße, auch als zoomorphe oder tiergestaltige Gefäße bezeichnet, sind Gefäße in Tierform, die im Alten Orient kultischen Zwecken dienten. Sie werden aufgrund ihrer Form häufig als Rhyton bezeichnet. Sie sind vor allem in Anatolien und Syrien verbreitet, wobei Stier- und Hirschgefäße in Anatolien, Löwengefäße in Syrien verbreiteter waren. Sie wurden für Trankopfer (Libationen) benutzt, wobei eine Beziehung zwischen Tierart und verehrter Gottheit bestand.
- ↑ Vgl. Erika Bleibtreu: Achaimenidische Kunst. In: Wilfried Seipel (Hrsg.): 7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran. Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, ISBN 3-85497-018-8, S. 186–219, hier: S. 200–201 (Löwenrhyton).
- ↑ Vgl. ähnlichen Becher ebenda, 5./4. Jahrhundert v. Chr., mit drei Widderköpfen bei Erika Bleitreu: Achaimenidische Kunst. 2001, S. 200 und 204–205. (Katalognummer 116).