Tiergestützte Therapie

Tiergestützte Therapieverfahren sind alternativmedizinische Behandlungsverfahren zur Heilung oder zumindest Linderung der Symptome bei psychiatrischen, psychisch/neurotischen und neurologischen Erkrankungen und seelischen oder geistigen Behinderungen, bei denen Tiere eingesetzt werden. Je nach Tierart wird tiergestützte Therapie in verschiedenen Einsatzgebieten praktiziert. Es gibt Angebote mit Delfinen, Hunden, Katzen, Pferden, Schweinen und Lamas, sogenannten Therapietieren. Tiergestützte Therapie umfasst also alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Dies gilt für körperliche wie seelische Erkrankungen. Das Therapiepaar Mensch/Tier fungiert als Einheit. Therapeutische Elemente sind emotionale Nähe, Wärme und die unbedingte Anerkennung durch das Tier. Tiergestützte Therapie kann als eine Disziplin der tiergestützten Interventionen angesehen werden. Sie ist eine professionelle Helferbeziehung mit Einflussnahme auf den Menschen, welche fördernde wie auch präventive Maßnahmen umfasst.

  1. AMPA Mini Pig Therapy Pet Program -. 2. Februar 2025, abgerufen am 6. September 2025 (amerikanisches Englisch).
  2. In Praise of Mini Pigs and Their Therapeutic Potential | Psychology Today. Abgerufen am 6. September 2025 (amerikanisches Englisch).
  3. Gatterer, 2003, zitiert in S. Rockenbauer: Tiergestützte Therapie mit Pferden bei Patienten mit emotionaler Instabilität. Diplomarbeit. Universität Wien, 2010, S. 22.
  4. R. Wohlfarth, H. Widder: Working Paper: Zur Diskussion: Tiergestützte Therapie – Eine Definition. 10. Oktober 2011, S. 3. (esaat.org, abgerufen am 26. Dezember 2015)