Tiertaufe

Tiertaufe ist der Begriff dafür, dass einem individuellen Tier ein Name gegeben wird.

Tiertaufen sind von Zoos, Großaquarien, Zirkussen, Wildgehegen, Streichelzoos, Tier-, Vogel- oder Wildparks sowie bei Reitturnieren bekannt. Sie sind von der christlichen Taufe wie auch kirchlichen Tiersegnungen abzugrenzen.

Tiertaufen können auch durch Prominente oder Würdenträger vollzogen werden. Während die individuelle Benennung eines Tieres einen paternalistischen und zugleich Macht etablierenden Akt über das Tier darstellt, ist die Teilhabe daran laut Irus Braverman für die Öffentlichkeit auch Gelegenheit zu einer befriedigenden Erfahrung tiefreichender Kontrolle über das Tier.

  1. Madeline Jäger: Im Sea-Life Oberhausen werden drei Baby-Haie getauft – dieser TV-Star übernimmt die Taufpatenschaft. In: DerWesten.de. 19. Juli 2018, abgerufen am 16. September 2024 (deutsch).
  2. Zirkus Alaska in Hallstadt: Taufe der Kamelbabys. 9. März 2024, abgerufen am 18. September 2024.
  3. Trauer im Wildgehege Moritzburg: Letzter Wolf ist tot. 13. April 2023, abgerufen am 18. September 2024.
  4. Paula und Paulinchen werden getauft. Abgerufen am 18. September 2024.
  5. Hannes Ewert: Sonntag Kinderfest im Tierpark Wolgast: Mehrere Tiertaufen stehen an. 2. Juni 2023, abgerufen am 15. September 2024.
  6. Frisch getaufte Rabenkinder. 16. September 2024, abgerufen am 18. September 2024.
  7. Schweinetaufe im Wildpark: Wildschwein „Putin“ heißt jetzt „Eberhofer“. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 16. September 2024]).
  8. Leipziger Volkszeitung: Aufgalopp: Hengst zeigt Temperament zur „Leipzig“-Taufe. 1. Mai 2018, abgerufen am 18. September 2024.
  9. Hans Mendl: Religion erleben: Ein Arbeitsbuch für den Religionsunterricht -. Kösel-Verlag, 2009, ISBN 978-3-641-03719-2.
  10. Ouest-France avec agence: Zoo de Beauval. Le bébé panda baptisé aujourd’hui par Brigitte Macron. 4. Dezember 2017, abgerufen am 16. September 2024 (französisch).
  11. Irus Braverman: Naming Zoo Animals. In: Zooland. Stanford University Press, 2020, ISBN 978-0-8047-8439-9, S. 98, doi:10.1515/9780804784399-007.