Timotheos (Staatsmann)

Timotheos (altgriechisch Τιμόθεος Timótheos; * um 411 v. Chr. in Athen; † 354 v. Chr. in Chalkis auf Euböa) war ein athenischer Politiker und Stratege. In den 370er Jahren v. Chr. gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten in Athen. 375 v. Chr. bewirkte er den Beitritt von Korkyra (heute Korfu) und weiteren griechischen Inseln und Städten zum Zweiten Attischen Seebund. Da er später Korkyra nicht rechtzeitig Militärhilfe leistete, wurde er 373 v. Chr. angeklagt, erreichte jedoch einen Freispruch. Ab 372 v. Chr. lebte er für mehrere Jahre im Ausland. Nach Athen zurückgekehrt eroberte er 365 v. Chr. Samos und in der Folge Sestos und einige Städte in Chalkidike und an der makedonischen Küste. Während des Bundesgenossenkriegs weigerte er sich wegen eines Sturms, seinen Mitfeldherrn Chares in einer Seeschlacht zu unterstützen, wurde daraufhin erneut angeklagt und zur Zahlung einer hohen Geldbuße verurteilt. Er begab sich nach Chalkis und starb dort kurz danach.