Tischtennis-Rating
Das Tischtennis-Rating (kurz TTR) ist ein Ende 2010 veröffentlichtes Wertungssystem für die individuelle Spielstärke jedes deutschen aktiven Tischtennis-Spielers. Das System wurde grob nach dem Vorbild der im Schach genutzten Elo-Zahl entworfen. Die Wertung erfolgt übergreifend über alle Regionen, Altersstufen und Geschlechter, es gibt also nur eine TTR-Rangliste. Jeder Spieler besitzt zwei Wertungszahlen: den TTR-Wert und den davon abgeleiteten QTTR-Wert (Quartals-TTR-Wert).
Alle „offiziellen“ Tischtennis-Wettkämpfe in Deutschland sind TTR-relevant, d. h. wirken sich auf die TTR-Werte der teilnehmenden Spieler aus. Dazu zählen Punktspiele, Pokalspiele, Ranglistenturniere, Individualmeisterschaften, die meisten offenen Turniere und auch Auswahlspiele und internationale Wettkämpfe mit deutschen Spielern. Gewertet werden hierbei nur Einzelspiele; Doppel haben generell keinen Einfluss auf den TTR-Wert.
Nehmen Spieler an einer TTR-relevanten Veranstaltung teil, steigt oder sinkt ihr TTR-Wert abhängig von der Anzahl ihrer Spiele und Siege und der Gewinnwahrscheinlichkeit, die sich aus der TTR-Differenz zum jeweiligen Gegner errechnet.
Jeden Tag erfolgt automatisiert eine Aktualisierung der TTR-Werte, indem alle an diesem Tag neu im Portal click-TT eingetragenen Spielergebnisse chronologisch abgearbeitet werden. Die QTTR-Werte werden hingegen nur quartalsweise aktualisiert und sind die zu bestimmten Stichtagen (11.2., 11.5., 11.8. und 11.12.) „eingefrorenen“ TTR-Werte. Der QTTR-Wert wird für die Reihenfolge bei Mannschaftsaufstellungen und für die Klasseneinteilung bei manchen Turnieren herangezogen.