Tōkaidō

Der Tōkaidō (japanisch 東海道 Ostmeerstraße; Ostmeergau) war eine der wichtigsten Post- und Handelsstraßen (Kaidō) des frühneuzeitlichen Japan. Sie ist die südlichste der fünf Hauptstraßen (Gokaidō) und verband in der Edo-Zeit den Regierungssitz des Tokugawa-Shogunats Edo (das heutige Tokio) mit der kaiserlichen Hauptstadt Kyōto. Die neuzeitliche Straße und ihre Vorgänger verbinden die Provinzen von Tōkaidō, eine der Großlandschaften (dō) des Altertums, die nach chinesischem Vorbild eingerichtet wurden (identisch geschrieben, chinesisch -dao gelesen).

  1. Inge-Lore Kluge: Administrative Landesordnung. In: Horst Hammitzsch (Hrsg.): Japan-Handbuch: Land und Leute, Kultur- und Geistesleben. 3. Auflage. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 978-3-515-05753-0, S. 304 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 13. Mai 2021]).