Ökologische Potenz
Die ökologische Potenz oder ökologische Toleranz ist eine Eigenschaft von Arten. Sie gibt an, in welchem Wertebereich eines bestimmten Umweltfaktors eine Art unter Konkurrenzbedingungen tatsächlich vorkommt. Dieser wird dann als Toleranzbereich der Art hinsichtlich des Umweltfaktors bezeichnet.
Der Hohenheimer Grundwasserversuch zeigt exemplarisch den Unterschied zwischen der ökologischen Potenz und der physiologischen Potenz. Für viele Arten liegt das synökologische Optimum weit vom autökologischen Optimum entfernt.
Betrachtet man die Wertigkeit eines bestimmten Umweltfaktors für einen Organismus, spricht man von der ökologischen Valenz (valenz, lat. = Wertigkeit) dieses Faktors. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dieser Begriff synonym zum Begriff der Potenz verwandt, was streng genommen nicht korrekt ist, da die Valenz lediglich die Bedeutung des betreffenden Umweltfaktors für die Existenz der untersuchten Lebewesen bezeichnet.
- ↑ Lexikon der Biologie, Spektrum. Heidelberg 2002, Band 10, S. 220.
- ↑ so auch in: Linder:Biologie, Schroedel ISBN 978-3-507-10101-2, 2010, S. 517; ebenso: dtv-Atlas zur Ökologie, dtv 3228, S. 57; ebenso: Hans Knodel/Ulrich Kull: Ökologie und Umweltschutz, j. B. Metzler; ISBN 3-476-20068-X, S. 21.
- ↑ Guderian (Hrsg.) 2001: Handbuch der Umweltveränderungen und Ökotoxikologie: Band 2A: Terrestrische Ökosysteme. Immissionsökologische Grundlagen – Wirkungen auf Boden – Wirkungen auf Pflanzen, S. 2 Springer Verlag. Berlin. Online abgerufen von books.google.com.