Tontrommel (Archäologie)
Neolithische Tontrommeln sind sanduhr- oder becherförmige Keramikobjekte ohne Böden, die am breiteren oberen Rand umlaufend mit einem Kranz von bis zu 15 Ösen versehen sind. Nach der Korpusform gehören die Tontrommeln zu den einfelligen Bechertrommeln. Sie sind typisch für die Südostgruppen der Trichterbecherkultur (TBK), insbesondere die Walternienburg-Bernburger Kultur, sind aber auch bei den südlichen Nachfolgegruppen der Michelsberger Kultur zu finden. Sie sind oft reich verziert und werden im Gegensatz zu Kragenflaschen oft in zerscherbtem Zustand angetroffen.