Tortenmenü

Bei einem Tortenmenü oder Pie-Menü (von englisch pie, eine Art Kuchen oder Pastete) handelt es sich in der Softwaretechnik um ein Menü, das kreisförmig um einen Referenzpunkt (beispielsweise den Mauszeiger oder eine Computerspiel­figur) dargestellt wird. Die Optionen werden ausgewählt, indem mit dem Eingabegerät, etwa der Maus, in eine bestimmte Richtung „gezeigt“ wird. In den meisten Fällen nehmen Tortenmenüs die Funktion eines Kontextmenüs ein.

Als Vorteil von Tortenmenüs wird im Vergleich zu herkömmlichen linearen Pull-Down-Menüs oft angegeben, dass die Navigation durch eine grafische Benutzeroberfläche effizienter, schneller und weniger fehleranfällig gemacht wird, da es einfacher sei, schnell eine Richtung von einem Punkt aus anzuzeigen, als einen Eintrag eines Aufklapp-Menüs zu treffen. Dies wurde schon 1954 wissenschaftlich von Paul Fitts nachgewiesen. Tortenmenüs werden in Computerprogrammen seit Beginn der 1990er Jahre eingesetzt.

  1. Don Hopkins: The Design and Implementation of Pie Menus. 1991, archiviert vom Original am 17. Januar 2010; abgerufen am 9. Juli 2015 (englisch).