Tran

Tran (von frühneuhochdeutsch fischtran, von mittelniederdeutsch trān, verwandt mit mittelhochdeutsch trahan ‚Tropfen‘ und „Träne“), auch Polaröl oder Fischöl genannt, ist ein aus dem Fettgewebe von Meeressäugern wie Walen und Robben, dem sogenannten Blubber, und von Fettfischen durch Erhitzen, Auspressen, Ausschmelzen oder einfaches Ausklopfen gewonnenes Öl. Wie andere Fette und Öle zählt Tran zur Gruppe der Triglyceride, ist also ein Triester des Glycerins.

  1. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 786 (Tran, „durch Kochen dem tierischen Fett ausgepreßter Tropfen“).