Transgas-Pipeline

Die TRANSGAS-Trasse (Schreibweise auch: Transgaz; kyrillisch: Трансгаз) ist eine Trasse von Hochdruck-Erdgaspipelines von der Ukraine durch die Slowakei und Tschechien bis nach Österreich und Deutschland. Seit 1. Januar 2025 wird kein Erdgas mehr durch die Ukraine geleitet.

Die Trasse dient primär der Durchleitung von Ferngas aus Russland bzw. der ehemaligen Sowjetunion. Die Trasse war mit dem Bau 1970–1973 die erste und danach für mehr als 25 Jahre die einzige große Transitpipeline für die Versorgung von West- und Mitteleuropa aus den reichen Erdgasvorkommen Sibiriens und Zentralasiens.

Ungeachtet des Russisch-Ukrainischen Krieges wurde über die TRANSGAS bis Ende 2024 Gas von Russland nach Mitteleuropa geliefert. Ende 2024 lief der Transitvertrag zwischen Russland und der Ukraine aus. 2024 importierten EU-Staaten etwa 380 Terawattstunden Gas aus Russland, etwas weniger als ein Drittel davon durch die Transgas-Pipeline. Für die EU als Ganzes ist Russland als Lieferant damit inzwischen marginal, nur rund fünf Prozent der Importe stammen von dort. Die EU hat sich viele Monate lang auf das Ende des Gastransits durch die Ukraine eingestellt.

  1. Ende des Ukraine-Transits: Jetzt kommt kein russisches Gas mehr... Die Presse, 1. Januar 2025, abgerufen am 6. Januar 2025.
  2. siehe auch: Amy Walker: Trotz Sanktionen: Russland ist immer noch unter zwei wichtigsten Gaslieferanten der EU. Merkur.de, 22. Februar 2023, abgerufen am 24. März 2024.
  3. morgenpost.de 20. Dezember 2024: Transgas: Putins letzte Pipeline in die Mitte Europas