Transkranielle Magnetstimulation
Die transkranielle Magnetstimulation (transkraniell in etwa „durch den Schädel“), kurz TMS, ein Verfahren der Neuromodulation, ist eine Technologie, bei der mit Hilfe starker Magnetfelder Bereiche des Gehirns sowohl stimuliert als auch gehemmt werden können. Damit ist die TMS ein nützliches Werkzeug in der neurowissenschaftlichen Forschung. Darüber hinaus wird die transkranielle Magnetstimulation in beschränktem Umfang in der neurologischen Diagnostik eingesetzt oder für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie dem Tinnitus, der Apoplexie, der Epilepsie oder der Parkinson-Krankheit vorgeschlagen, sowie in der Psychiatrie für die Therapie affektiver Störungen, allen voran der Depression, aber auch von Zwangsstörungen, und spezifischen Störungen des Substanzkonsums sowie aus dem Schizophrenie Spektrum. Aus bisher durchgeführten Studien lässt sich eine antidepressive Wirksamkeit repetitiver TMS (rTMS) auch durch eine Reihe von Metaanalysen belegen, die in der Gesamtsicht die antidepressive Wirksamkeit der transkraniellen Magnetstimulation mit hoher Evidenz erkennen lässt. Das Verfahren wurde in die Nationale Versorgungsleitlinie Unipolare Depression aufgenommen.
- ↑ Samantha L. Cohen, Marom Bikson, Bashar W. Badran, Mark S. George: A visual and narrative timeline of US FDA milestones for Transcranial Magnetic Stimulation (TMS) devices. In: Brain Stimulation. Band 15, Nr. 1, Januar 2022, S. 73–75, doi:10.1016/j.brs.2021.11.010, PMID 34775141, PMC 8864803 (freier Volltext) – (elsevier.com [abgerufen am 25. April 2025]).
- ↑ M. C. Ridding, J. C. Rothwell: Is there a future for therapeutic use of transcranial magnetic stimulation? In: Nature Reviews Neuroscience, 2007, 8, S. 559–567.