RNA-Polymerasen

RNA-Polymerasen
Oberflächenmodell des RNA-Polymerase-II-Komplexes der Bäckerhefe (jede der 10 Untereinheiten unterschiedlich gefärbt), nach PDB 3G1G; RNA (links) und DNA (links+rechts) als Cartoon
Enzymklassifikationen
EC, Kategorie 2.7.7.6, Nukleotidyltransferase
Substrat Nucleosidtriphosphat + RNAn
Produkte Diphosphat + RNAn+1
EC, Kategorie 2.7.7.48, Nukleotidyltransferase
Reaktionsart Addition einer Ribonukleinsäure
Substrat Nucleosidtriphosphat + RNAn
Produkte Diphosphat + RNAn+1

RNA-Polymerasen sind in der Regel Protein­komplexe, die als Enzyme beim Aufbau des strangförmigen Polymers einer Ribo­nuklein­säure (RNA) aus ihren Grundbausteinen (Ribo­nukleotide) mitwirken. Diese aus mehreren Untereinheiten zusammen­gesetzten Polymerasen werden danach unterschieden, ob sie für ihre Wirkung bei der Synthese eines RNA-Stranges von der Vorlage einer Matrize aus DNA oder RNA abhängig sind oder nicht. DNA-abhängige RNA-Polymerasen spielen eine wesentliche Rolle bei der Transkription und kommen daher in allen Lebewesen vor.

Für die RNA-Welt-Hypothese Hypothese von Bedeutung sind Ribozyme (d. h. enzymatisch wirksame RNAs), die als RNA-Polymerasen wirken.