Translation (Biologie)
Als Translation wird in der Biologie die Synthese von Proteinen in den Zellen lebender Organismen bezeichnet, die nach Vorgabe genetischer Information an den Ribosomen abläuft (siehe auch Proteinbiosynthese).
Als Translation wird ein zentraler Teilprozess der Genexpression bezeichnet, der an die Transkription anschließt, bei der die Informationen eines DNA-Abschnitts auf einzelne Messenger-RNA (mRNA)-Stränge übertragen werden. Die Translation findet an den Ribosomen im Zytoplasma statt, wo die gebildete mRNA die Proteinsynthese steuert. Die Translation durchläuft drei Hauptphasen – Initiation, Elongation und Termination – und beinhaltet ribosomale Untereinheiten, Transfer-RNAs (tRNAs) sowie verschiedene Initiations- und Elongationsfaktoren. Das Ribosom dekodiert die Basensequenz der mRNA anhand des genetischen Codes in die entsprechende Aminosäuresequenz eines Polypeptids. Dieser Prozess ist energieabhängig, erfordert Guanosintriphosphat-Hydrolyse und wird streng durch Proteine (Initiationsfaktoren) wie eIF4E und 4EBP1 reguliert. Indem sie die genaue Umwandlung von Nukleotidinformationen in funktionelle Proteine gewährleistet, spielt die Translation eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Zellphysiologie und der Bestimmung phänotypischer Merkmale.