Transversalflussmaschine

Die Transversalflussmaschine (TFM) ist eine elektrische Maschine, die im Gegensatz zu den normalen Maschinen mit Durchmesserwicklung eine Umfangswicklung hat, die konzentrisch zur Welle der Maschine angeordnet ist. Der magnetische Fluss verläuft transversal (senkrecht) zur Drehebene.

Transversalflussmaschinen sind meist als permanenterregte Synchronmaschinen ausgeführt, in einphasiger oder mehrphasiger Bauweise. Grundsätzlich ist auch eine Ausführung als Asynchronmaschine denkbar.

Die Vorteile dieser Konstruktion sind:

  • Entkopplung des magnetischen und elektrischen Kreises, unabhängige Dimensionierung
  • Wegfall der Wickelköpfe, die nicht zur Momenterzeugung beitragen
  • Dadurch wird eine viel feinere Polteilung möglich: kleine Drehzahl mit großem Moment, Wegfall von Getrieben.

Die schwerwiegendsten Nachteile sind die sehr aufwendige mechanische Konstruktion und die hohe Drehmomentwelligkeit.
Die Drehmomentwelligkeit kann jedoch durch eine geeignete Stromregelung mit einer nichtlinearen positionsabhängigen Kennlinie reduziert werden.

  1. Rolf Fischer: Elektrische Maschinen: Aufbau, Wirkungsweise und Betriebsverhalten. Hrsg.: Eugen Nolle. 18. Auflage. Carl Hanser Verlag, München 2021, ISBN 978-3-446-46912-9, 6.4.5 Transversalflussmotoren, S. 429–434, doi:10.3139/9783446469389.006 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).