Trendextrapolation

Die Trendextrapolation ist in Statistik und insbesondere in der Wirtschaft die Extrapolation von Trends, um deren vergangenheitsbezogene Zeitreihen in die Zukunft zu projizieren.

Trends sind vergangenheitsbezogen und aus einer ex post-Analyse hervorgegangen. Zwecks Entscheidungsvorbereitung wird versucht, hieraus mit Hilfe der Trendextrapolation zukunftsgerichtete Daten durch eine ex-ante-Analyse zu gewinnen. Die Erkennung, Erklärung und Fortschreibung von Trends ist Gegenstand der Trendforschung. Bei der Trendextrapolation werden mithin statistisch identifizierte Entwicklungen der Vergangenheit über die Gegenwart hinaus in die Zukunft fortgeschrieben. Ein aus Vergangenheitsdaten erkannter Trend kann in die Zukunft fortgeschrieben werden, wenn davon auszugehen ist, dass die trendbildenden Einflussfaktoren in ihrer Art und Intensität auch in der Zukunft Bestand haben werden. Da jedoch die trendbildenden Faktoren in Zukunft abgelenkt werden können, sich abschwächen oder völlig verschwinden können, ist eine Trendextrapolation gefährlich. Deshalb besteht der Nachteil einer Trendextrapolation darin, dass man davon ausgeht, dass die bisher beobachtete Entwicklung sich in gleichem Maße fortsetzen wird. Zukünftige Ereignisse, die den Trend umkehren könnten, werden nicht berücksichtigt. Dies ist umso mehr der Fall, je kürzer der Prognosezeitraum ist.

  1. Lothar Müller-Hagedorn/Marcus Schuckel, Trend, in: Rolf Bühner (Hrsg.), Management-Lexikon, 2001, S. 764
  2. Hans-Günter Rolff, Bildungsplanung als rollende Reform, 1970, S. 62
  3. Lothar Müller-Hagedorn/Marcus Schuckel, Trend, in: Rolf Bühner (Hrsg.), Management-Lexikon, 2001, S. 764
  4. Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), Gablers Wirtschafts-Lexikon, Band 5, 1984, Sp. 1646