Treuberg (Adelsgeschlecht)
Treuberg ist der Name einer Familie mit mehreren Zweigen, die im ausgehenden 18. Jahrhundert aus der nicht standesgemäßen Verbindung und morganatischen Ehe des regierenden Grafen Ludwig II. Friedrich Karl Eginhard zu Erbach-Fürstenau, Herr zu Breuberg, mit der bürgerlichen Christine Sophie Küchler entstanden ist. Aus der Verbindung des Paares gingen sieben Kinder hervor. Zwei Söhne wurden als erfolgreiche Offiziere 1824 in den erblichen bayerischen Freiherrenstand erhoben, ein dritter führte ohne formal erfolgte Nobilitierung in Österreich unbeanstandet den Freiherrentitel. Ein Teil der Kinder aus dieser morganatischen Verbindung blieb – wie von Stammvater Ludwig II. vorgesehen – adelsrechtlich bürgerlichen Standes.
Es bestehen keine genealogischen Zusammenhänge mit den älteren briefadeligen und wappenverschiedenen Familien Bassevi von Treu(en)berg (1622), Stainhauser von Treuberg (1777) und Fischler von Treuberg (1807).
- ↑ Ludwig bestimmte in 7. Abschnitt seines Testaments, „daß meine mit der Sophia Treuberg erzeugte Kinder eine dem bürgerlichen Stande angemeßene gute honette und nützliche Erziehung bekommen sollen […]“ (Dingeldein 2020, S. 47.)