Triangulierung (Psychoanalyse)

Triangulierung beschreibt in der Psychoanalyse das Hinzutreten eines Dritten zu einer Zweierbeziehung. Der Begriff wurde von Ernst Abelin (1933–2023) geprägt, um den Übergang von der in der psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie erforschten frühen Mutter-Kind-Beziehung zum Ödipuskonflikt, bei dem Sigmund Freud angesetzt hatte, beschreiben zu können.

In Abelins Sinn wird der Begriff in den Therapierichtungen Psychoanalyse, Tiefenpsychologie und Entwicklungspsychologie verwendet.

In der Systemischen Familientherapie wird Triangulierung abweichend als dysfunktionale Beziehung(en) unter Dreien bezeichnet, siehe Triangulierung (Familientherapie).