Trierer Spruchbecher

Als Trierer Spruchbecher wird eine keramische Fundgattung der Römischen Kaiserzeit und der Spätantike bezeichnet, die vor allem in den Nordwestprovinzen des Römischen Reichs eine weite Verbreitung fand. Charakteristisch für die Trinkbecher, die zur engobierten Ware (auch Schwarzfirniskeramik) zählen, sind Trinksprüche und Verzierungen in Weißmalerei, die aus weißem Tonschlicker hergestellt wurde.

  1. Aufschrift: Ol(l)am Fortunae Supe(r)stinius Filica Clementinio Advento / pr(a)efecto leg(ionis) XXX cum familia sua utatur feliciter. Übersetzung: Das Glücksgefäß (hat) Superstinius Filica dem Clementinus Adventus, Präfekt der 30. Legion (geschenkt). Er möge es mit seiner Familie glücklich benutzen. Renate Pirling: Ein Trierer Spruchbecher mit ungewöhnlicher Inschrift aus Krefeld-Gellep. In: Germania 71, 1993, S. 387–404; Susanna Künzl: Die Trierer Spruchbecherkeramik. Dekorierte Schwarzfirniskeramik des 3. und 4. Jahrhunderts. Trier 1997, S. 192, Kat.-Nr. KRE 119.
  2. Susanna Künzl: Die Trierer Spruchbecherkeramik. Dekorierte Schwarzfirniskeramik des 3. und 4. Jahrhunderts. Trier 1997, S. 200, Kat.-Nr. MET 1.