Tscherper
Ein Tscherper, auch Tzscherper, ist ein feststehendes Berufsmesser der erzgebirgischen und Oberharzer Bergleute. Es zeigte – zum Habit getragen – den bergmännischen Stand seines Trägers an. Häuer trugen einen, Doppelhäuer zwei Tscherper. Tscherper wurden zuerst im erzgebirgischen Erzbergbau verwendet.
- ↑ Gottfried Junghans: Außgeklaubte Gräublein Ertz. Das ist Zusammen getragene Bergleufftige Wörter und Redens-Arten / Erklähret von Gottfried Junghansen. Zacharias Becker, Freiberg 1680 (Grubentzscherper, Tzscherper).
- ↑ Herttwig: Bergbau. 1710, S. 397a (nach Grimm: Tscherper)
- ↑ Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen. Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871, S. 506 („Tzscherper, ein Messer, welches die Häuer bei sich tragen: Tzscherper oder Gruben-Tzscherper ist ein grosses Messer, welches die Bergleute nebst ihrer Gruben-Tasche führen. Wird in der Grube gebraucht das Gezimmer damit zu bestechen. Anm. Neben Tzscherper auch Zscherper: Körner 31.:–Zschärper: Zuschnitzen der Eisenhelme, ein bei der früheren Anwendung der Schlägel- und Eisen-Arbeit sehr häufig vorkommendes Geschäft, dürfte wahrscheinlich eine Hauptbestimmung des sogenannten Zschärpers gewesen seyn, eines kleinen breiten Messers, welches an der Lichttasche befestigt nochjetzt, besonders bei dem Freiberger Bergmann den Stand des Häuers – zwei Zschärper den Doppelhäuer – bezeichnet. Gätzschmann1., 224“).
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