Tseax Cone

Tseax Cone
Wil Ksi Baxhl Mihl
„Where the Fire Ran Out“ (dt. woher das Feuer kommt)
Der Tseax Cone mit dem Melita Lake im Hintergrund
Höhe 609 m
Lage Cassiar Land District, British Columbia, Kanada
Gebirge Nass Ranges
Koordinaten 55° 6′ 38″ N, 128° 53′ 56″ W
Topo-Karte NTS 103 P 2
Typ Schlackenkegel
Gestein Basanit und Trachybasalt
Alter des Gesteins weniger als 800 Jahre
Letzte Eruption 1690 ± 150 Jahre
Besonderheiten Teil des Nisga'a Memorial Lava Bed Provincial Park
Teil der Northern Cordilleran Volcanic Province
Vorlage:Infobox Berg/Wartung/TOPO-KARTE

Der Tseax Cone (ˈsiːæks) ist ein kleiner Vulkan in den Nass Ranges der Hazelton Mountains im Nordwesten der kanadischen Provinz British Columbia. Er hat eine Höhe von 609 m und liegt in einem von Ost nach West verlaufenden Tal, in dem ein Nebenfluss des Ksi Sii Aks strömt. Der Vulkan besteht aus zwei ineinander verschachtelten Strukturen und war die Quelle von Lavaströmen, die in die benachbarten Täler hinabflossen. Ein zweites eruptives Zentrum liegt unmittelbar nördlich des Tseax Cone an der gegenüberliegenden Seite eines von Lava gestauten Sees. Es entstand möglicherweise gleichzeitig mit dem Tseax Cone, aber die zeitliche Abfolge des Vulkanismus an den beiden Zentren ist nicht genau bekannt; beide waren irgendwann in den letzten 800 Jahren aktiv. Das Gebiet wurde als Provincial Park ausgewiesen, um diese Objekte zu schützen.

Der Tseax Cone liegt in einer Ökoregion, die durch bergiges Gelände und verschiedene Fließgewässer charakterisiert ist. Am Vulkan kommen sowohl Regenwälder als auch verschiedene Säugetierarten vor. Flechten und Moose bedecken den größten Teil der Lavaströme des Tseax Cone, auch wenn sie von Regenwäldern und Gewässern bedeckt sind. Der Vulkan ist Gegenstand von Legenden der lokalen indigenen Völker. Diese beschreiben die Zerstörung von Dörfern entlang des Nass River und den Tod vieler Menschen, die Rauch einatmeten. Neuerliche Eruptionen am Tseax Cone könnten Wald- und Landschaftsbrände auslösen und die lokalen Fließgewässer durch Lavaströme aufstauen. Der Vulkan und die Lavaströme können über Highways der Provinz und Landstraßen erreicht werden.

  1. Yannick Le Moigne, Glyn Williams-Jones, Kelly Russell, Steve Quane: Physical volcanology of Tseax Volcano, British Columbia, Canada. In: Journal of Maps. 16. Jahrgang, Nr. 2. Taylor & Francis, 2020, ISSN 1744-5647, S. 363–375, doi:10.1080/17445647.2020.1758809 (englisch).
    1. 363
  2. Lava beds and other reasons to love northern British Columbia. Postmedia Network, 6. November 2019, archiviert vom Original am 21. April 2021 (englisch).
  3. 1 2 Tseax Cone. In: BC Geographical Names (englisch), abgerufen am 1. Dezember 2024.
  4. Glyn Williams-Jones, René W. Barendregt, James K Russell, Yannick Le Moigne, Randolph J. Enkin, Rose Gallo: The age of the Tseax volcanic eruption, British Columbia, Canada. In: Canadian Journal of Earth Sciences. 57. Jahrgang, Nr. 10. NRC Research Press, 2020, ISSN 1480-3313, S. 1238–1253, doi:10.1139/cjes-2019-0240 (englisch).
    1. 1 2 3 4 1238
    2. 1242
  5. Tseax Cone In: Canadian Geographical Names Data Base (CGNDB, englisch), abgerufen am 6. Oktober 2023.
  6. History Tseax River Cone im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)
  7. Tseax Cone. In: Catalogue of Canadian volcanoes. Natural Resources Canada, 19. August 2005, archiviert vom Original am 11. Januar 2008 (englisch).
  8. Olav Slaymaker: Landscapes and Landforms of Western Canada. Springer International Publishing, 2017, ISBN 978-3-319-44593-9 (englisch).
    1. 52
  9. Information Tseax River Cone im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)
  10. Ksi Sii Aks. In: BC Geographical Names (englisch), abgerufen am 27. November 2021.