Tubenbelüftungsstörung
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| H-68.1 | Verschluss der Tuba auditiva |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| AB10.3 | Verschluss der Tuba auditiva |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Bei der Tubenbelüftungsstörung (obstruktive Tubendysfunktion) handelt es sich um einen eingeschränkten oder fehlenden Luftdruckausgleich zwischen Mittelohr und Nasenrachenraum. Die Erkrankung kann akut (akuter Tubenmittelohrkatarrh) oder in chronischer Form auftreten.
Die Tuba auditiva (Eustachi-Röhre) – auch Ohrtrompete genannt – verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachen. Sie besteht aus einem längeren knorpeligen Teil auf der Seite des Nasenrachenraums und einem kurzen knöchernen Teil in Richtung des Trommelfells. Sie öffnet und schließt sich bei jedem Schluckvorgang (oft begleitet von einem Knackgeräusch) und stellt so den Druckausgleich her. Gelingt dies nicht, bleibt ein Druckgefühl oder dumpfes Hören bestehen.
Die Tubenbelüftungsstörung entsteht durch mehrere, sich manchmal ergänzende Faktoren. Eine zunächst vorhandene Schleimhautschwellung kann zu einer Schleimhautwucherung auswachsen. Diese kann zu einer Verengung bis hin zu einem Verschluss des Tubengangs führen. Ursachen können eine chronische Entzündung oder auch eine Allergie sein. Auch Schleimhautveränderungen wie Nasenpolypen können zu einem mangelhaften Luft- und Sekretaustausch zwischen Mittelohr und Nasenrachenraum führen.