U-Boot-Klasse VII
| VII-Klasse | |
|---|---|
U 995 (Muster Typ VII C/41) in Laboe (2004) | |
| Übersicht | |
| Typ | Jagd-U-Boote |
| Einheiten | Insgesamt 705 Nutzer:
|
| Bauwerft | Deschimag/AG Weser, Bremen Blohm & Voss, Hamburg |
| Bestellung | 1933 |
| Dienstzeit | 1936–1970 (U-573-G7) |
| Verbleib | Nur ein Boot Museumsschiff: U 995 Alle anderen gesunken oder verschrottet |
| Technische Daten | |
Die U-Boot-Klasse VII, offiziell Typ VII genannt, war eine Bauserie von U-Booten der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Entstanden aus den Erste-Weltkriegs-Konstruktionen UF und UG und den Erfahrungen mit Typ I und Typ II, war sie die am häufigsten produzierte U-Boot-Klasse der Geschichte; mit ihr wurden auch mehr Raum an Schiffstonnage versenkt als mit jedem anderen Typ. Mehr als 700 Einheiten wurden in Dienst gestellt. Geplant waren noch 160 weitere, deren Bau aber zugunsten des technisch überlegenen Typs XXI gestrichen wurde.
Beim Typ VII handelte es sich um Einhüllen-Hochseeboote (das erste Zweihüllen-Tauchboot bzw. auch erstes richtiges U-Boot war der Typ XXI), deren charakteristisches Merkmal die außenliegenden, zusätzlichen Treibstofftanks waren, die sogenannten Satteltanks in den seitlichen Rumpfausbuchtungen. Im Gegensatz zu den Hochseebooten des Typs IX und den Küsten-U-Booten des Typs II wurden sie „Atlantikboote“ genannt. Sie erreichten von allen im Zweiten Weltkrieg gebauten Booten die größte Tauchtiefe, diese ging in der Praxis deutlich über die Werftgarantie hinaus. Unter dem völligen Verzicht auf Wohnqualität hatten die Boote eine hohe Angriffskraft und gute Leistungseigenschaften bei relativ geringen Abmessungen.
- ↑ Fritz Köhn, Axel Niestle: Vom Original zum Modell: U-Boottyp VII C. Eine Bild- und Plandokumentation. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1994, ISBN 3-7637-6002-4, S. 5.