U2F
U2F (englisch Universal Second Factor ‚universeller zweiter Faktor‘) ist ein Industriestandard für eine allgemein anwendbare Zwei-Faktor-Authentisierung, basierend auf einer adaptierten Challenge-Response-Authentifizierung. Sie dient neben einem Zugangskennwort dem Nachweis der Zugriffsberechtigung, beispielsweise für webbasierte Dienste, und kann in Kombination mit digitalen Personaldokumenten auch zur Identitätsfeststellung eingesetzt werden.
Die U2F-Spezifikationen wurden von Google unter Beteiligung der Unternehmen Yubico und NXP Semiconductors entwickelt. Zur Fortentwicklung und Zusammenarbeit der U2F-Anbieter wurde die nichtkommerzielle FIDO-Allianz gegründet. Am 9. Dezember 2014 wurde der erste entsprechende Standard FIDO v1.0 veröffentlicht. Im folgenden Jahr wurde die Initiative FIDO2 ins Leben gerufen, in welcher U2F in Folge unter der geänderten Bezeichnung Client to Authenticator Protocol (CTAP1) aufging.
Im Gegensatz zur Industrie-Initiative „Open Authentication“ (OATH), die ebenfalls Lösungen zur Zwei-Faktor-Authentisierung als Industriestandard zu etablieren sucht, unterliegen U2F-Verfahrensbeschreibungen keinen Geheimhaltungsvorschriften der beteiligten Unternehmen.
- ↑ FIDO 1.0 Specifications are Published and Final Preparing for Broad Industry Adoption of Strong Authentication in 2015. FIDO-Allianz, 9. Dezember 2014, abgerufen am 11. April 2018 (englisch).
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