USIA

USIA (УСИА, Abk. von russisch Управление советским имуществом в Австрии / Uprawljenje Sowjetskim Imuschtschjestwom w Awstrii, Verwaltung des sowjetischen Eigentums in Österreich) war in der sowjetischen Besatzungszone in Österreich von 1946 bis 1955 ein Verbund von mehr als 300 Unternehmen, die von der Sowjetunion als ehemaliges Eigentum des Deutschen Reiches beschlagnahmt worden waren. Die USIA wurde von sowjetischen Stellen geleitet und hatte sich nach den Vorgaben der sowjetischen Staatsführung zu richten. Die erwirtschafteten Gewinne kamen der Besatzungsmacht zugute. Grundlage hierfür waren die Potsdamer Beschlüsse, welche es den Besatzungsmächten erlaubten, in der ihnen zugeteilten Zone Reparationen einzuheben. Bei USIA-Betrieben waren über 53.000 Menschen beschäftigt.

  1. Die Presse: Österreich nach '45: Ein Staat im Staate namens USIA, abgerufen am 9. November 2013