Uma Lulik

Das Uma Lulik (Lee-teinu in Fataluku, Uma Luli in Naueti, Oma Falu in Makasae) ist die überregionale Bezeichnung für die traditionellen Reliquienhäuser in den Dörfern der südostasiatischen Insel Timor. Man unterscheidet sie damit von den Schlaf- und Wohnhäusern (tetum Uma tidor). Der Baustil, den die Fataluku im äußersten Osten der Insel verwenden, dient im Staat Osttimor als Nationalsymbol, obwohl sie nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen und es noch mindestens zwei weitere Bautypen für Uma Luliks im Lande gibt. Die steilen Dächer der Fataluku-Häuser dienen auch als Vorbild für moderne Gebäude, wie zum Beispiel beim Präsidentenpalast, dem Flughafen und Hafen von Dili oder die katholische Kirche von Lospalos.

Das älteste noch existierende Uma Lulik befindet sich in Tineru in der Gemeinde Bobonaro.

  1. A preliminary study on the construction systems of house types in Timor-Leste (East Timor) in: Vernacular Heritage and Earthen Architecture, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  2. Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (Abera Network Asia-Pacific 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1994).