Umm er-Rasas

Umm er-Rasas (arabisch أم الرصاص, DMG Umm ar-Raṣāṣ), während ihrer Blütezeit Kastron Mefa’a, Mefa, Mefaa, Mefaath oder Mephaon genannt, ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Jordanien mit römischen und byzantinisch-christlichen Ruinen vom Ende des 3. bis zum 9. Jahrhundert. Die erst in kleinen Teilen ergrabene Siedlung liegt nahe dem modernen Ort Umm ar-Rasas, der sich im gleichnamigen Kreis befindet und rund 80 Kilometer südlich von Amman und 30 Kilometer südöstlich von Madaba entfernt ist. Vermutlich repräsentiert die Fundstätte auch das im Alten Testament bei Josua 13, 18 und 21, 37 sowie bei Jeremia 48, 21 erwähnte Mefaat (auch Mephaat, Mefa'at, Mepha'at). Seit 2004 gehört Umm er-Rasas zum Weltkulturerbe der UNESCO.

  1. 1 2 Edward Lipiński: On the Skirts of Canaan in the Iron Age. Peeters Publishers, Leuven, 2006, S. 331
  2. Michele Piccirillo: Les églises paléochrétiennes d’Umm er-Rasas (Jordanie). Cinq campagnes de fouilles. In: Comptes rendus des séances de l’Académie des Inscriptions et Belles-Lettres 1991, S. 273–294; hier: S. 276.