Umspannanlage Brauweiler
| Umspannwerk Brauweiler | ||
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Einfahrtsbereich der Umspannanlage Brauweiler | ||
| Daten | ||
| Ort | Pulheim-Brauweiler | |
| Bauherr | Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk | |
| Baujahr | 1928 (110-kV-Schaltanlage) 1929 (220-kV-Schaltanlage, Hauptschaltleitung) 2019 (380-kV-Schaltanlage) | |
| Höhe | 57 m ü. NN m | |
| Koordinaten | 50° 58′ 0,3″ N, 6° 48′ 23,1″ O | |
| Besonderheiten | ||
| Zum Zeitpunkt des Baus größte Schaltanlage der Welt; nördlicher Endpunkt der historischen Nord-Süd-Leitung; Leitstelle Systemführung Netze mit Coordination Center North | ||
Die Umspannanlage Brauweiler (auch Umspannwerk Brauweiler oder Station Brauweiler) ist eine Umspann- und Schaltanlage im Pulheimer Ortsteil Brauweiler in NRW. Sie wurde 1928 in einer ersten Ausbaustufe fertiggestellt und 1929 erweitert. Ihr Bau stand im Zusammenhang mit der Expansion des RWE und der weltweit erstmaligen Einrichtung eines im Verbund mehrerer Energieträger betriebenen Hochspannungsnetzes. Die am 12. Oktober 1929 in Betrieb genommene Hauptschaltleitung Brauweiler übernahm vom Standort des Umspannwerks aus die Betriebsführung des Netzes und die Lastübernahme der ins Verbundnetz einspeisenden Kraftwerke. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme war die Anlage bis in die 1950er Jahre die größte Umspannanlage der Welt.
Bis heute ist die Anlage ein wichtiger Knotenpunkt im Übertragungsnetz der Amprion, die seit 2009 das vormalige Höchstspannungsnetz des RWE betreibt. Im Laufe der Zeit wurde sie mehrmals umgebaut und unter anderem um eine 380-kV-Schaltanlage ergänzt. Die aus der Hauptschaltleitung Brauweiler hervorgegangene Systemführung Netze steuert und überwacht als größte Leitwarte Europas das Übertragungsnetz der Amprion, außerdem koordiniert sie zusammen mit swissgrid die Netzfrequenz des kontinentaleuropäischen Stromnetzes.