Umspannwerk Kelsterbach
| Umspannwerk Kelsterbach | ||
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380-/110-kV-Transformatoren des Umspannwerks | ||
| Daten | ||
| Ort | Kelsterbach | |
| Bauherr | Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk | |
| Baujahr | 1926, 2007 | |
| Koordinaten | 50° 2′ 52,6″ N, 8° 31′ 54,1″ O | |
| Besonderheiten | ||
| Bis 2009 Freiluftanlage 220/110 kV Neubau als teilweise gasisolierte Schaltanlage (GIS) zuführende 380-KV-Kabel als gasisolierte Leitung (GIL) ausgeführt | ||
Das Umspannwerk Kelsterbach (auch Umspannanlage Kelsterbach oder Station Kelsterbach genannt) ist eine Umspann- und Schaltanlage im deutschen Bundesland Hessen. Sie umfasst die Spannungsebenen 380 und 110 kV und ist damit Bestandteil des deutschen Höchstspannungsnetzes. Betrieben wird sie vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion und dem Verteilnetzbetreiber Syna GmbH, Tochter der Süwag Energie. Die Anlage dient, neben ihrer Funktion als Kuppelstelle beider Netzbetreiber, auch der Versorgung von Anlagen des nahegelegenen Flughafens Frankfurt. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse handelt es sich in Teilen um eine Gasisolierte Schaltanlage mit reiner Erdkabeleinspeisung. Eine Besonderheit ist die zur Anlage führende gasisolierte 380-kV-Kabelleitung.
Die erste am Standort gebaute Umspannanlage wurde 1926 durch das RWE in Betrieb genommen und diente der Anbindung der Main-Kraftwerke ans Verbundsystem der Nord-Süd-Leitung. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zur zentralen Stromdrehscheibe im Rhein-Main-Gebiet und verfügte über Verbindungen mit dem Bayernwerk, der HEAG und den Kraftwerken Mainz-Wiesbaden. Im Zuge dessen konnte 1928 erstmals ein Verbundbetrieb zwischen süddeutscher Wasserkraft und rheinischer Kohlekraft aufgebaut werden. Daneben diente sie als wichtiger Netzknoten für das 220-kV-Leitungsnetz des RWE.
Wegen ihrer Lage auf dem Gelände der neuen Landebahn Nordwest musste die alte Anlage stillgelegt werden und wurde in den Jahren 2007 bis 2009 durch eine kompakte 380-/110-kV-Schaltanlage ersetzt. Zusammen mit dem Neubau wurde auch das Höchstspannungsnetz im Rhein-Main-Gebiet in großen Teilen umstrukturiert und der Ausbau der 380-kV-Ebene vorangetrieben.