Umweltflüchtling

Als Umweltflüchtlinge werden Personen bezeichnet, die sich aufgrund von Umweltveränderungen oder Naturkatastrophen gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen und sich auf die Flucht zu begeben. Wenn die menschengemachte Erderwärmung als Ursache der Umweltveränderung angesehen wird, spricht man auch von Klimaflüchtlingen. Beide Gruppen fallen jedoch nicht unbedingt unter den rechtlich definierten Begriff Flüchtling.

Schätzungen zur Migration aufgrund von Umweltproblemen (Umweltmigration) oder damit verbundener Probleme gehen von einer Größenordnung zwischen grob 50 und 150 Mio. betroffenen Menschen aus. Neuere Studien zeigen, dass Dürre und zunehmende Trockenheit weltweit einen signifikanten Einfluss auf interne Migrationsströme haben; besonders in hyper-ariden und ariden Regionen in Südeuropa, Südasien, Afrika und dem Nahen Osten sind die Migrationsraten durch klimatische Belastungen erhöht.

  1. Roman Hoffmann, Guy Abel, Maurizio Malpede, Raya Muttarak, Marco Percoco: Drought and aridity influence internal migration worldwide. In: Nature Climate Change. 15. Oktober 2024, ISSN 1758-678X, doi:10.1038/s41558-024-02165-1 (nature.com [abgerufen am 20. Oktober 2024]).