Unión Demócrata Independiente

Unión Demócrata Independiente
Unabhängige Demokratische Union
Partei­vorsitzender Javier Macaya Danús
General­sekretärin María José Hoffmann
Gründung 24. September 1983 (Massenbewegung)
22. Oktober 1988 (Neugründung als Partei)
Hauptsitz Suecia 286
Providencia, Metropolregion Santiago
Ausrichtung Gremialismus (Antikommunismus, Neoliberalismus, Autorita­rismus, National­konserva­tismus, Rechts­populismus)
Farbe(n) Dunkelblau
Parteinahe Stiftung Fundación Jaime Guzmán
Sitze Abgeordnetenkammer
23 / 155 (14,8 %)
Sitze Senat
9 / 50 (18,0 %)
Internationale Verbindungen Internationale Demokratische Union
Website www.udi.cl

Die Unión Demócrata Independiente (Unabhängige Demokratische Union, UDI) ist eine rechtskonservative Partei in Chile. Sie wurde am 24. September 1983 während der Militärdiktatur Augusto Pinochets gegründet. Ihr Gründer Jaime Guzmán war seit 1965 aktiv in antikommunistischen Organisationen tätig und beteiligte sich während der Militärdiktatur als Berater Pinochets an der politischen Gestaltung des Landes. Aus anfänglich schwacher Position nach dem Ende der Diktatur gewann die UDI seit der Ermordung Guzmáns im Jahre 1991 kontinuierlich an Unterstützung und konnte die mit ihr um die Stimmen des rechten Wählersegments konkurrierende Renovación Nacional (RN) bei den Präsidentschaftswahlen von 1999 erstmals überholen. Seitdem war sie trotz zeitweiliger Verluste bis 2017 ununterbrochen stärkste Einzelpartei Chiles, die für sich allein genommen bei fast allen Wahlen mehr Stimmen als jede andere einzelne Partei auf sich vereinigen konnte.

Die Partei beteiligte sich 2009 gemeinsam mit der liberal-konservativen Partei Renovación Nacional (RN) am konservativen Wahlbündnis Alianza por Chile. Heute gehört die UDI zusammen mit den Parteien Renovación Nacional (RN), Evolución Política (Evópoli) und Partido Regionalista Independiente Demócrata (PRI) dem Regierungsbündnis Chile Vamos an, auf das sich der chilenische Staatspräsident Sebastián Piñera (RN) bis zu seiner Abwahl 2022 stützte. Erstmals in diesem Jahrtausend wurde die UDI bei der Parlamentswahl in Chile 2017 wieder von ihrem konkurrierenden Bündnispartner RN überflügelt.

  1. Marcelo Pollack: The New Right in Chile, 1973–1997. Palgrave Macmillan, London 1999, ISBN 978-1-349-40550-3, S. 161–163.
  2. Ricardo Pérez: La UDI sigue siendo el partido más votado. In: La Nación (Chile), 24. Oktober 2016 (spanisch).
  3. Juan Andrés Guzmán: Interview mit Juan Pablo Luna (Institut für politische Wissenschaften der PUC). Onlineveröffentlichung, Ciper Chile, 16. Februar 2016, gesehen am 26. März 2019.