United States Agency for International Development

Vereinigte Staaten
United States Agency for International Development
 USAID 
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Unabhängige Behörde
Aufsichts­behörde(n) Außenministerium der Vereinigten Staaten
Bestehen 3. November 1961 bis 1. Juli 2025
Hauptsitz Ronald Reagan Building, Washington, D.C.
Koordinaten 38° 53′ 38,8″ N, 77° 1′ 50,5″ W
Administrator Marco Rubio
Mitarbeiter Ziel: Von 10.000 auf 15 (28.03.2025)
Website www.usaid.gov

Die United States Agency for International Development (USAID, deutsch ‚Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung‘) war eine Behörde der Vereinigten Staaten für Entwicklungszusammenarbeit. Die unabhängige Behörde mit Sitz in Washington, D.C. (Ronald Reagan Building) koordinierte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit die gesamten Aktivitäten der Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Das Akronym der Behörde, das zum Beispiel auch auf ihren Flugzeugen zu sehen ist, setzte sich zusammen aus US für United States und englisch AID Hilfe.

USAID beteiligte sich an der Außenpolitik der Vereinigten Staaten in den Bereichen:

USAID arbeitete in vier Regionen der Welt:

Auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro 1992 nahmen die Teilnehmerstaaten ein Programm in die Agenda 21 auf, das ein Hilfsmittelziel von 0,7 % des Bruttosozialproduktes für reiche Nationen einschloss. Das Niveau der US-Auslandshilfe unterschreitet dieses Ziel, sie wendet z. Zt. ungefähr 0,1 % des Bruttosozialprodukts für die Entwicklungszusammenarbeit auf. Absolut gesehen wurden die Vereinigten Staaten der weltweit größte Geber an ökonomischen Hilfsmitteln.

2025 beschloss Präsident Trump eine drastische Kürzung der Ausgaben und des Personalumfangs von USAID; Ende März wurde die komplette Auflösung der USAID angekündigt. Am 1. Juli 2025 wurde die Behörde geschlossen.

  1. „The very large amounts of US funding channeled through USAID enabled to launch comprehensive family planning programs around the world (for instance, the family planning program in Tunisia).“ (John F. May: World Population Policies, Their Origin, Evolution, and Impact, Dordrecht/Heidelberg/New York/London 2012, S. 86).
  2. Fact Sheet: Family Planning Program Overview | Document | U.S. Agency for International Development. 18. April 2024, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2025; abgerufen am 10. März 2025 (englisch).
  3. Betsy Hartmann: Population control II: The population establishment today. In: International Journal of Health Services: Planning, Administration, Evaluation. Band 27, Nr. 3, 1997, ISSN 0020-7314, S. 541–557, doi:10.2190/HKGJ-1YMY-Q3JW-96LU, PMID 9285281 (nih.gov [abgerufen am 14. März 2025]).
  4. Betsy Hartmann: Reproductive Rights and Wrongs. The Global Politics of Population Control. Boston 1995, S. 114 ff.
  5. So z. B. durch Unterstützung der Privatisierung der Banken in Ägypten (siehe ) und Bulgarien oder der staatlichen Airline in Lesotho. Allerdings hat USAID in Gegensatz zur Weltbank und zur Europäischen Union bspw. die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in Ungarn abgelehnt und versucht, Alternativen in öffentlicher Hand zu entwickeln. Hier wären westeuropäische Unternehmen wie GDF Suez die Nutznießer einer Privatisierung gewesen. Das Beispiel zeigt die Abhängigkeit der Förderstrategie von jeweiligen nationalen industriepolitischen Interessen. Siehe Bundesarbeitskammer Wien, Privatisierung des Wassersektors in Europa, Informationen zur Umweltpolitik 166, 2006, S. 33 (online (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)).
  6. 1 2 Martin Petrick, Landwirtschaft in Moldova, Discussion Paper, Leibniz Institute of Agricultural Development in Central and Eastern Europe, 2008, online: www.ageconsearch.umn.edu (PDF; 861 kB).
  7. 1 2 Gemma Ware: Fallacy of 'freedom': USAID and neoliberal policy in Egypt | Elections. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. März 2019; abgerufen am 9. März 2025 (britisches Englisch).
  8. Paul Vallas: How USAID squandered billions in Haiti and around the globe. In: The New York Post. 22. Februar 2025, abgerufen am 10. März 2025 (amerikanisches Englisch, beispielsweise für Haiti).
  9. http://www.usaid.gov/where-we-work/latin-american-and-caribbean Zugriff am 4. April 2014.
  10. Ryan Villarreal: USAID Tackles Gang Violence And Crime In El Salvador. 7. März 2013, abgerufen am 10. März 2025 (amerikanisches Englisch).
  11. Afghanistan, Pakistan und Irak waren 2012 die wichtigsten Empfängerländer mit über zwei (Afghanistan) bzw. fast einer Milliarde US-Dollar.
  12. USAID to support Black Sea Silk Road Corridor. In: arka.am. 24. Januar 2013, abgerufen am 13. Dezember 2022 (englisch).
  13. US-Außenminister Rubio kündigt komplette Auflösung von USAID an. Abgerufen am 29. März 2025.
  14. n-tv Nachrichten: US-Entwicklungshilfebehörde USAID ist Geschichte. Abgerufen am 1. Juli 2025.