Lust

Lust (mittelhochdeutsch und althochdeutsch lust, ‚Lust, Begierde‘, gotisch lustus, zurückgehend auf germanisch *lustu- als t-Abstrakt zu mittelhochdeutsch los ‚frei, ledig, bar, beraubt, mutwillig‘; mit der Grundbedeutung „Ausgelassenheit“) ist eine intensiv angenehme Weise des Erlebens. Sie kann sich auf unterschiedlichen Ebenen der Wahrnehmung zeigen: Vor allem als Bestandteil des sexuellen Erlebens; aber beispielsweise auch beim Essen und Trinken, Arbeiten oder bei sportlichen Aktivitäten.

  1. Vgl. etwa Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 392.
  2. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 450 (Lust) und 446 (los).