Zufriedenheit

Als Zufriedenheit wird in der Psychologie und Soziologie eine Situation bezeichnet, in der die vollständige Erfüllung aller Erwartungen oder Ziele eintritt. Gegensatz ist die Unzufriedenheit.

Zum Begriff der Zufriedenheit gibt es in zahlreichen Lexika der Pädagogik, Psychologie oder Soziologie keine Eintragungen. Immanuel Kant zufolge ist die eigentliche Zufriedenheit „dem Menschen unerreichbar: weder in moralischer […] noch in pragmatischer Hinsicht“. Nach Friedrich Kluge (1934) wurde die Präposition „zu-“ im Zusammenhang mit dem mittelhochdeutschen „Vride“ („Friede“) zur Beschreibung von Zuständen („zufrieden sein“) verwendet. Der Begriff Zufriedenheit ist nicht neutral, sondern umfasst alle Grade der Zufriedenheit; auch das Gegenteil Unzufriedenheit gehört als „nicht vorhandene Zufriedenheit“ dazu.

  1. Stephan Ellinger: Arbeitszufriedenheit in Jugendhilfewerken: Plausibilitätsstrukturen als wesentlicher Bedingungsfaktor. Julius Klinkhardt, 2002, ISBN 978-3-7815-1188-0 (google.com [abgerufen am 24. Dezember 2023]).
  2. Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1789/1912, S. 159 f.
  3. Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 1934, S. 717