Uroflowmetrie

Unter der Uroflowmetrie versteht man die nichtinvasive (apparative) Messung des Harnstrahlvolumens pro Zeitspanne (deutsch: Harnflussmessung oder Harnstrahlmessung z. B. in ), also „die Bestimmung der pro Zeiteinheit aus der Blase abfließenden Urinmenge“. Die Durchführung dieser Untersuchung ist sehr einfach: Ein Patient, der Harndrang hat, wird gebeten, in einen Trichter zu urinieren; dieser Trichter zum Auffangen des Urins heißt Uroflowmeter. Über eine elektronische Messeinheit (Sensoreneinheit im Messtrichter) wird dabei erfasst, wie viel Urin er pro Zeitspanne miktioniert. Die normale Harnfluss-Rate liegt beim Erwachsenen bei mindestens . Erniedrigte Werte können bei einem behinderten Harnabfluss aus der Blase oder einem schwachen Blasenmuskel auftreten. Man spricht dann von Blasenentleerungsstörungen. Der Normalwert der Harnflussrate liegt zwischen 20 und 50 ml/s.

Das Ergebnis der Uroflowmetrie ist nur dann aussagekräftig, wenn die Urinmenge (das Miktionsvolumen beziehungsweise die Blasenfüllung) übersteigt. In der englischsprachigen Fachliteratur wird die Harnflussrate R oft mit oder abgekürzt.

  1. Duden: Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. 10. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 826.
  2. Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen, Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 451.
  3. Heinz Walter, Günter Thiele (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, München/Berlin/Wien 1974, Band 6 (S–Zz), ISBN 3-541-84006-4, S. U 41.
  4. Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden, Verlag Friedrich Arnold Brockhaus, 19. Auflage, 22. Band, Mannheim 1993, ISBN 3-7653-1122-7, S. 707.
  5. Hans Palmtag, Mark Anton Otto Goepel, Helmut Heidler (Hrsg.): Urodynamik. 2. Auflage, Springer-Verlag, 2007, ISBN 3-540-72505-9, S. 84 ff. (online).
  6. Hier bedeuten das Volumen und sowie den Volumenfluss – nicht zu verwechseln mit dem dimensionslosen Ventilations-Perfusions-Quotienten bei der Lungenfunktionsprüfung. Hier stehen für die Ventilation (Belüftung) und für die Perfusion (Durchblutung = Lungenzeitvolumen = Herzzeitvolumen). Aber auch hier kann ein zusätzlicher Punkt über den Großbuchstaben die erfolgte erste Ableitung des Volumens nach der Zeit angeben, also den Fluss einer Flüssigkeit oder eines Gasgemisches. (lateinisch quantitas = Menge) ist die übliche Abkürzung für jeden Volumenfluss mit der Dimension Volumen pro Zeit.