Uterusprolaps

Klassifikation nach ICD-10
N81.2 Partialprolaps des Uterus und der Vagina
N81.3 Totalprolaps des Uterus und der Vagina
N85.5 Inversio uteri
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
GC40.3 Uterovaginaler Prolaps
GC40.30 Partialprolaps des Uterus und der Vagina
GC40.31 Partialprolaps des Uterus bei Prolaps der vorderen Vaginalwand
GC40.32 Partialprolaps des Uterus bei Prolaps der hinteren Vaginalwand
GC40.33 Partialprolaps des Uterus bei Prolaps der vorderen und hinteren Vaginalwand
GC40.34 Totalprolaps des Uterus und der Vagina
GC40.35 Totalprolaps des Uterus mit Prolaps der vorderen Vaginalwand
GC40.36 Totalprolaps des Uterus bei Prolaps der hinteren Vaginalwand
GC40.37 Totalprolaps des Uterus bei Prolaps der vorderen und hinteren Vaginalwand
JB0A.2 Postpartale Inversio uteri
GC40.3Z Uterovaginaler Prolaps, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Uterusprolaps oder Gebärmuttervorfall bezeichnet ein Durchdrücken der Gebärmutter durch den Geburtskanal hindurch, zum Teil bis zum Austritt innerhalb der nun ausgestülpten Vagina (Scheidenvorfall) außerhalb des Körpers. Dies ist auf ein Versagen der haltenden Bänder zurückzuführen.

Der Uterusprolaps ist die extreme Form einer Gebärmuttersenkung (Descensus uteri) mit Verlagerung der Gebärmutter vor die Vulva. Als Vorbeugung gegen einen Uterusprolaps wird Beckenbodengymnastik empfohlen, die auch ein Bestandteil der Rückbildungsgymnastik ist.

Auch eine Inversio uteri, eine gefährliche Komplikation unter der Geburt, ist mit einem Vorfall der Gebärmutter verbunden. Eine häufige Ursache ist ein zu starker Zug an der Nabelschnur bei nicht kontrahierter Gebärmutter oder ein erhöhter Fundusdruck in Verbindung mit der Bauchpresse. Die Behandlung besteht in einer umgehenden Reposition der Gebärmutter.

  1. 1 2 Inversio uteri. In: Pschyrembel Wörterbuch Sexualität. Walter de Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-016965-7, S. 247.
  2. Horst Kremling: Lageveränderungen des weiblichen Genitales aus historischer Sicht. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen, Band 22, 2003, S. 204–214, hier: S. 204.
  3. Inversion des Uterus. (PDF; 293 kB)