Die Utstein (Kennung S302) ist ein U-Boot der aus 15 Booten bestehenden Kobben-Klasse der Königlich Norwegischen Marine. Diese Boote wurden zwischen 1965 und 1967 bei den Rheinstahl-Nordseewerken in Emden gebaut. Die U-Boot-Klasse war eine Modifikation der deutschen U-Boot-Klasse 207 unter Beteiligung norwegischer Ingenieure.
Die Utstein operierte von ihren Hauptstützpunkten in Haakonsvern (Bergen) und Olavsvern (Tromsø) viele Jahre lang in nördlichen Gewässern Norwegens zur Invasionsverteidigung und als Informationsquelle während des Kalten Krieges. Ihre Fahrten in die Barentssee konnten drei Wochen dauern und wurden hauptsächlich getaucht durchgeführt, wobei das Boot meistens schnorchelte, um die Batterien aufzuladen.
Es spielte eine wichtige Rolle bei der Invasionsverteidigung und war sehr kampfstark und leise. Die Utstein war bis November 1990 im aktiven Dienst und wurde nicht modernisiert. Am 5. Juni 1998 wurde sie ans Marinemuseet in Horten übergeben. Sie hat einen eigenen Interessenverband, „Die Utstein Freunde“.
- 1 2 Hannes Ewerth, Peter Neumann: Silent Fleet 2. Edition. Howaldtswerke Deutsche Werft AG Kiel und Yacht-Photo-Service YPS, Hamburg 1999, S. 121–127.