Uvala
Uvala (das, die ) war ursprünglich ein Toponym, welches in Teilen von Bosnien und Herzegowinas, Kroatien, Montenegro und Serbien benutzt wurde. In den Erdwissenschaften werden damit „Closed Karst Depressions“ („geschlossene Karstsenken“, auch Schüsseldoline, Karstwanne) gemeint, die meist eine längliche und unterschiedlich zusammengesetzte Form aufweisen und größer sind als Dolinen. Die Formen werden in den hochgradig verkarsteten Äußeren Dinariden zwischen Slowenien und Griechenland häufig angetroffen. Doch Karstsenken sind auf allen Kontinenten in unterschiedlichen Landschaften anzutreffen, deswegen ist Uvala zum international benutzten Terminus geworden, auch um solche Senken von den bis zu vielen Kilometern langen Poljen zu unterscheiden.
Noch gängige Definitionen von Uvalas sind aber oft dürftig empirisch untermauert. Weil die herkömmlichen Definitionen als unbefriedigend empfunden wurden, wurde der Fachterminus ungern und wenig benutzt, da Uvala im Karstzyklus einen Übergangstyp zwischen kleinen Dolinen und Poljen darstellen. In einigen Publikationen wird sogar empfohlen, den Begriff ganz aufzugeben.
- 1 2 Martin Meschede et al.: Geologisches Wörterbuch. 13. Auflage, Springer Spektrum, Berlin 2022, S. 382 (Uvala)
- ↑ Karl-Heinz Pfeffer: Karstmorphologie. 1. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, S. 30.