Uveitis
| Klassifikation nach ICD-10-GM | |
|---|---|
| H20.0 | Akute und subakute Iridozyklitis |
| H20.1 | Chronische Iridozyklitis |
| H20.2 | Phakogene Iridozyklitis |
| H20.9 | Iridozyklitis, nicht näher bezeichnet |
| H30.2 | Cyclitis posterior |
| H22.0* | Iridozyklitis bei anderenorts klassifizierten infektiösen und parasitären Krankheiten |
| H22.1* | Iridozyklitis bei sonstigen anderenorts klassifizierten Krankheiten |
| ICD-10 online (GM-Version 2026) | |
Unter dem Begriff „Uveitis“ wird eine Gruppe entzündlicher Augenerkrankungen zusammengefasst. Hierbei handelt es sich um eine intraokulare Entzündung der Augenhaut (Uvea), die aus Aderhaut (Choroidea), Ziliarkörper (Corpus ciliare) und Regenbogenhaut (Iris) besteht. Der Glaskörper kann auch beteiligt sein. Ist das Corpus ciliare betroffen, spricht man von einer Ziliarkörperentzündung (Zyklitis), bei einem Befall der Aderhaut von einer Aderhautentzündung (Choroiditis).
Neben der Lokalisation des Entzündungsschwerpunktes im Auge unterscheidet man zwischen einer infektiösen und einer nichtinfektiösen Uveitis. Erstere wird durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien verursacht. Die nichtinfektiöse Uveitis ist Folge einer immunvermittelten Reaktion, die mit oder ohne Zusammenhang zu anderen entzündlichen Systemerkrankungen auftreten kann.
In Industrienationen zählt die Uveitis zu den fünf bis sechs häufigsten Erblindungsursachen.
- ↑ Dominika Pohlmann et al.: Nichtinfektiöse posteriore Uveitis. In: Die Ophthalmologie. Band 120, Nr. 4, 1. April 2023, S. 443–458, doi:10.1007/s00347-023-01833-5.