Valdemar Plads
Der Langdysser Valdemar Plads liegt inmitten des Vintersbølle Skov (Wald), südlich von Nyråd, in der Vordingborg Kommune auf der dänischen Insel Seeland. Er wurde während der Jungsteinzeit, etwa um 3400 v. Chr. von den Trägern der Trichterbecherkultur (TBK) errichtet. Der Dolmen ist wie die meisten Großsteingräber geplündert und erscheint als Ruine in einem mit großen Randsteinen gefassten, erodierten Hügel. Der 1844 vom späteren Direktor des Dänischen Nationalmuseums Museums Sophus Müller beschriebene Hügel wurde bereits 1868 unter Schutz gestellt. Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.
- ↑ Langdysser ist die in Dänemark gebräuchliche Bezeichnung für Dolmen, die in einem rechteckigen Hünenbett liegen, im Gegensatz dazu sind Runddolmen bzw. Runddysser jene Dolmen, die im Rundhügel liegen.
- ↑ Johannes Müller: Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. In: Hans-Jürgen Beier, Erich Claßen, Thomas Doppler, Britta Ramminger (Hrsg.): Varia neolithica VI. Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. Beiträge der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Neolithikum während der Jahrestagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. in Schleswig, 9.–10. Oktober 2007 (= Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Bd. 56). Beier & Beran, Langenweißbach 2009, ISBN 978-3-941171-28-2, S. 7–16, hier S. 15.