Variobahn
| Variobahn | |
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Variobahnen verkehren an ihrem Ersteinsatzort Chemnitz sowohl als Straßenbahn als auch Regionalstadtbahn (Chemnitzer Modell) auf Eisenbahnstrecken | |
| Anzahl: | 442 |
| Hersteller: | ABB Henschel (Prototyp) Adtranz/Bombardier (1996–2013) Stadler Rail (2001–2022) |
| Baujahr(e): | 1993 (Prototyp) 1996–2022 |
| Spurweite: | 1000 mm, 1435 mm |
| Länge über Kupplung: | 24,4 … 42,78 m |
| Höchstgeschwindigkeit: | bis 80 km/h |
| Stromsystem: | 600 … 750 V = |
| Fußbodenhöhe: | 320 … 385 mm |
| Niederfluranteil: | 70 … 100 % |
| siehe auch Variantenübersicht | |
Die Variobahn (auch Variotram) ist ein Niederflur-Straßenbahn-Fahrzeugtyp in Multigelenkbauweise mit schwebenden Mittelteilen. Zunächst durch ABB Henschel bzw. Adtranz gebaut, wechselte der Hersteller aufgrund von Fusionen und Lizenzübergaben zunächst zu Bombardier und schlussendlich zu Stadler Rail.
Ein Prototyp wurde 1993 gebaut, die ersten Serienfahrzeuge folgten ab 1998 für die Straßenbahn Chemnitz. Durch die Modularisierung konnte die Variobahn in verschiedenen Ausführungen angeboten werden: In unterschiedlichen Längen, Wagenbreiten und Spurweiten, als Ein- oder Zweirichtungsfahrzeug sowie auch in Versionen mit Ausrüstung nach EBO/ESBO für den Einsatz auf Eisenbahnstrecken.
Die Variobahn ist bei mehreren deutschen Straßen- und Stadtbahnbetrieben im Einsatz, auch unter Eisenbahnbetriebsordnung wie im Chemnitzer Modell und bei der Rhein-Neckar-Verkehr. Darüber hinaus wurden Fahrzeuge nach Sydney, Helsinki, Graz, Skandinavien (Bergen, Aarhus, Odense) und London geliefert.
Aufgrund der langen Bauzeit sowie der Herstellerwechsel unterscheiden sich die Fahrzeuge technisch als auch optisch deutlich voneinander. Technisch sind die Variobahnen für den Einsatz von getriebelosem Antrieb mittels wassergekühlter Radnaben-Asynchronmotoren bekannt.