Ventrikulografie
Die Ventrikulografie (von lateinisch Ventriculus cordis, ‚Herzkammer‘, beziehungsweise Ventriculus cerebri, ‚Hirnventrikel‘, und von altgriechisch γραφή graphē oder γραφία graphía, stammt ab vom Verb γράφειν gráphein „schreiben“) ist der Oberbegriff für mehrere verschiedene radiologische Untersuchungsmethoden.
Der Begriff wird heute weitestgehend synonym zur Lävokardiografie (lateinisch laevo, links, griechisch καρδία, kardia, oder latinisiert cardia, Herz) verwendet. Diese dient zur Diagnostik der Wandbewegungen und der Größe der linken, seltener auch der rechten Herzkammer im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung (selektive Dextrokardiographie).
Medizinhistorisch wurde der Begriff auch für andere Untersuchungen verwendet.
- ↑ Peter Reuter: Springer Klinisches Wörterbuch 2007 | 2008. Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 1948.
- ↑ Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 1871.
- ↑ Volker Taenzer: Röntgendiagnostik mit jodhaltigen Kontrastmitteln. 1. Auflage, Verlag Brüder Hartmann, Berlin 1971, ISBN 3-920630-04-1, S. 24 f.
- ↑ Medizin-Duden: Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. 10. Auflage, Dudenverlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 844.